Lulu, Projektingenieurin

Lulu, Projektingenieurin

Lulu berichtet von den Highlights und Herausforderungen ihres Jobs

Wie heißt dein Beruf und worum geht es dabei genau?


Ich bin seit 2016 Projektingenieurin. Als solche bin ich Projektleiterin, das bedeutet, ich betreue ein Projekt von vorne bis hinten und mache somit von der Anfangsplanung, der ersten Kostenschätzung bis zum Ausschreibungsprozess mit dem Einkauf und schließlich der Ausführung alles mit. Meistens laufen mehrere Projekte parallel, weil sich diese öfter über Jahre hinziehen. Vor allem sind das Projekte für die Stromversorgung der U-Bahn. Besonders spannend ist es, wenn man sich etwas von Grund auf neu überlegen muss. Die Hälfte der Zeit arbeite ich außerhalb des Büros, ich bin dann unter anderem auf Planungs- oder Baubesprechungen. Bei laufenden Projekten muss ständig kontrolliert werden, ob alles rund läuft oder ob irgendwo Probleme auftauchen. Diese können oft am besten direkt vor Ort gelöst werden.

 

Was sind die Highlights in deinem Job und was die größten Herausforderungen?


Das größte Highlight ist die Abnahme von fertigen Projekten. Die Arbeit verläuft nie so, wie man es am Anfang geplant hatte, zwischendurch kann viel schief gehen. Wenn dann alles von vorne bis hinten durch ist, dann ist das schon cool. Herausforderungen gibt es jede Menge, vor allem die Kommunikation mit den unterschiedlichen Kollegen innerhalb der BVG, da es so ein großes Unternehmen ist. Die Einarbeitung hat auch eine Weile gedauert. Die Ausschreibungen sind teilweise sehr aufwendig und lang, da kommt es auf jedes Detail an. Man arbeitet mit riesigen Geldsummen, das ist schon eine große Verantwortung. Das ist wirklich das Coole an dem Job, dass ich Vieles mitentscheiden kann, die Verantwortung mittrage und die Projekte mitgestalten kann.
 

Wie bist du zur BVG gekommen?


Auf einer Messe in der Technischen Uni wurde mir die Ausschreibung als Trainee in die Hand gedrückt. Das habe ich mir angeguckt und gedacht „das klingt cool“. Ich habe mich beworben und es hat direkt geklappt. Ich dachte, das Traineeship wäre ein guter Einstieg. Die Jobbeschreibungen bei vielen Ingenieuren sind sonst eher spezifisch und man denkt als Absolvent wahrscheinlich immer, man passt da nicht zu hundert Prozent. Als Trainee hat man immer noch den Bonus, dass man eingearbeitet wird.

 

Lulu, Projektingenieurin

„Ich fand Physik schon in der Schule spannend. Es muss schwer sein, damit es mir Spaß macht.“

Warum hast du dich entschieden Ingenieurin zu werden?


Meine Eltern sind beide als Lehrerin und Lehrer tätig, die haben mit Naturwissenschaften aber gar nichts am Hut. Ich fand aber Physik schon in der Schule spannend. Vielleicht wollte ich bewusst etwas ganz anderes machen als sie. Mein Opa ist Architekt, der hat mich dabei unterstützt. Er hat immer gesagt: „Du musst etwas Technisches machen.“ Im Studium waren wir nur ganz wenige Frauen, nur drei von etwa 40 Anfängerinnen und Anfängern. Das Studium war super schwer, da habe ich mich eher durchgekämpft, aber ich konnte mir auch nie etwas anderes vorstellen. Ich habe die Herausforderung gesucht. Es muss schwer sein, damit es mir Spaß macht. 
 

Was schätzt du an der BVG?


Der öffentliche Nahverkehr spielt heute eine extreme Schlüsselrolle in der Mobilität einer Großstadt. In diesem Bereich zu arbeiten, finde ich spannend. Dann kommt noch dazu, dass man in der BVG mit Kind so flexibel ist, ich könnte mir keinen besseren Arbeitgeber vorstellen. Die flexiblen Arbeitszeiten, die Teilzeitmodelle und die Connection zu den anderen Trainees sind alles Faktoren, die für die BVG sprechen. Außerdem ist positiv, dass es so viele unterschiedliche Bereiche gibt und man sich deshalb auch in viele Richtungen weiterentwickeln kann.