Isabel Heins vor dem BVG-Hauptgebäude

15.07.2021

Fahrradfreundlicher Arbeitgeber

Das EU-weite Siegel „Zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ wird in Deutschland exklusiv vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) vergeben. Die BVG zählte zu den ersten vier zertifizierten Arbeitgebern in Berlin und wurde 2019 erstmalig mit der Auszeichnung in Bronze gekürt.   Isabel, du bist Fahrradbeauftragte der BVG – was können wir uns darunter vorstellen?   Als Fahrradbeauftragte vertrete die BVG in den fahrradpolitischen Gremien der Stadt und der Bezirke und vermittle zwischen Senat, Polizei und Verbänden. Gemeinsam mit dem Rad- und Fußverkehr gehört der ÖPNV zu den umweltfreundlichen Verkehrsarten. Meine Schwerpunktthemen sind die Aufteilung des Straßenraums, die Radverkehrsführung an Haltestellen, die gemeinsame Nutzung von Busspuren und Konzepte wie Bike + Ride, sprich das Abstellen und die Mitnahme von Rädern im ÖPNV.   Was hat es mit dem Preis auf sich?   Als umweltfreundlicher Mobilitätsdienstleister möchte die BVG ihren Mitarbeitenden die besten Voraussetzungen bieten, den Arbeitsweg umweltfreundlich und gesundheitsbewusst zurückzulegen. Für ihre zahlreichen Maßnahmen ist die BVG durch den ADFC mit dem EU-weiten Siegel „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in Bronze für die nächsten drei Jahre ausgezeichnet worden.   Derzeit sind die größten neun Liegenschaften der BVG zertifiziert. Damit sind 60% der Mitarbeiter*innen von den Infrastrukturmaßnahmen betroffen und somit gilt die Zertifizierung für die gesamte BVG.   Neben einer fahrradfreundlichen Infrastruktur muss eine Vielzahl von Kriterien erfüllt sein. Dazu gehören auch Informationsmöglichkeiten über das Intranet und verschiedene Aktionen wie z. B. der jährliche Fahrradwettbewerb „Wer radelt am meisten?“. Mit dem wachsenden fahrradfreundlichen Angebot positioniert sich die BVG als zukunftsfähiger und attraktiver Arbeitgeber.   Wo wird sich die BVG in puncto Fahrradfreundlichkeit weiterentwickeln?   Die BVG gibt sich mit Bronze nicht zufrieden – für dieses Jahr streben wir, das interdisziplinäre Projekt-Team aus Unternehmensentwicklung, Arbeitsschutz und Fahrradbeauftragter, die Silber-Zertifizierung an. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf die Beauftragung von Fahrradkurierdiensten, die gebucht werden können, wenn es mal schnell gehen muss sowie den Neu- und Ausbau von Fahrradabstellanlagen und -reparaturstationen auf den zertifizierten Liegenschaften der BVG.   Fährst du privat viel Fahrrad?   Ja, ich bin Alltagsradlerin. Ich habe kein Auto und lege alle Wege mit dem Rad oder – wenn das Wetter nicht passt – mit dem ÖPNV zurück. Am Wochenende mache ich auch schon mal längere Touren. Das wird dann schon etwas sportlicher. Allerdings habe ich kein Rennrad oder Mountainbike – mein Rad ist für mich eher ein Fortbewegungsmittel als ein Sportgerät.  Isabel auf ihrem privaten Fahrrad unterwegs. Im Hintergrund sieht man ein Mohnblumenfeld.  

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