Bahnhofsaufsicht Andrea steht in BVG-Arbeitskleidung auf einem U-Bahnhof, in den eine U-Bahn gerade eingefahren ist.

Andrea, Bahnhofsaufsicht

„Der U-Bahnhof schläft nie, ist genauso quirlig wie ich.“

Andrea ist Bahnhofsaufsicht bei der U-Bahn und das aus Überzeugung. Die ehemalige Friseurin ist meist auf den U-Bahnhöfen der Linien U1 bis U4 unterwegs. Im Interview erzählt sie, wie die Ausbildung abläuft und was man als Bahnhofsaufsicht mitbringen sollte. Und sie verrät, wem sie auf einem U-Bahnhof gern einmal begegnen würde.

Andreas Story

Wie bist du darauf gekommen, Bahnhofsaufsicht zu werden?

Ich habe eine Ausbildung als Friseurin gemacht und bin dann mit 25 Jahren zur BVG gegangen. Einfach weil ich dort mehr und sicher Geld verdienen konnte. Das ist zwar schon länger her, aber diese guten Gründe gibt es auch heute noch. Erst habe ich als Zugabfertigerin angefangen, daraus entstand später die Bahnhofsaufsicht. Außerdem entstamme ich einer BVG-Familie, da muss doch die Tradition gewahrt bleiben!

Was macht eine Bahnhofsaufsicht und welches sind die wichtigsten Eigenschaften,
die man für diesen Beruf mitbringen sollte?

Die Aufgaben sind vielfältig. Nicht nur die Fahrgastinformation und Kontrolle der U-Bahnhöfe ist wichtig. Da warten ganz unterschiedliche Herausforderungen auf dich: Die vielen Menschen mit ihren Problemen, Fragen und Bedürfnissen. Die U-Bahnhöfe, die alle 100% funktionieren und frei von Gefahren sein sollen. Oder die Betriebssituationen, jede anders, in denen deine Mitarbeit gefragt ist. Wichtig ist es, in hektischen Situationen die Ruhe zu bewahren. Eine gewisse Spontanität, Lernbereitschaft und Neugier sind hilfreich und du solltest Menschen mögen, sonst wird das nichts. Gelegentlich musst du auch mitanpacken können.

Was schätzt du am meisten an deinem Beruf/an der BVG?

Die BVG ist ein zuverlässiger Arbeitgeber, der auch soziale Sicherheit bietet. Es gibt für jede*n die Möglichkeit zur Weiterbildung, man kann also tatsächlich Karriere machen. Und selbst wenn du mal Schwierigkeiten hast, wird dir geholfen. Sei es beim Arbeitsplatz, der Arbeitszeit oder in ganz alltäglichen Dingen. Der Dienst bringt Überraschungen und Herausforderungen mit sich, kein Tag gleicht dem anderen. Aber genau das liebe ich!
Richtig gut finde ich, dass eigenständiges Handeln und Denken nötig sind und von unseren Führungskräften unterstützt wird.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Bahnhofsaufsicht und was lernt man da?

Die betriebliche Grundausbildung dauert drei Monate. Dort werden dir zuerst die theoretischen Grundlagen vermittelt – die Dienstvorschriften und das U-Bahn-Signalbuch. Danach gibt es einen praktischen Teil, bei dem du zusammen mit einer erfahrenen Bahnhofsaufsicht Dienst leistest. Außerdem lernst du, wie du im Störungsfall eingreifst, zum Beispiel eine Weiche von Hand kurbelst. Und vieles lernst du natürlich nach deiner Ausbildung durch deine Erfahrungen im täglichen Dienst.

Welcher U-Bahnhof ist dein liebster und warum?

Warschauer Straße. Der U-Bahnhof schläft nie, ist genauso quirlig wie ich. Man trifft die unterschiedlichsten Menschen aus allen Kulturen, vom Handwerker über die Direktorin und manchmal sogar auch Promis. Ich mag einfach dieses unwiderstehliche Flair des Bahnhofs.

Wem würdest du gerne mal auf einem U-Bahnhof begegnen?

Keanu Reeves. Dieser Schauspieler imponiert mir mit seinem unaufgeregten sozialen Engagement und das trotz der persönlichen Schicksalsschläge.

Quereinstieg bei der BVG

Bei der BVG gibt es viele verschiedene Jobs in unterschiedlichen Bereichen, die sich sehr gut für den Quereinstieg eignen. Claudia, Simone, Susan, Pamela und Ali erzählen dir mehr. Du willst dich näher über die verschiedenen Jobs informieren? Alle Infos findest du auf unserer Webseite Quereinsteiger-Jobs.

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